-Käfigliebe?-

Mood: Negativ

Music: Smash Mouth - Astro Lounge

 

Du sperrst mich ein, wie eine Laborratte im Käfig.
Liebst Du mich so sehr, Mutter, das Du mich einsperren musst?
Du experimentierst mit mir.
Liebst Du mich so sehr, Mutter, das Du nicht einmal bemerkst, das Du mich zerstörst?
Du lässt mich arbeiten, das ganze Haus säubern.
Liebst Du mich so sehr, Mutter, das Du nicht einen Tag auf meine Unterstützung verzichten kannst?
Du sagst ich brauch Ruhe, doch diese finde ich nur bei anderen.
Liebst Du mich so sehr, Mutter, das Du mich nicht frei lässt?

Was würdest du tun, wenn ich am nächsten Tag sagen würde, das ich nicht mehr bei euch 'zu Hause' wohnen würde?

Momentan habe ich einen Infekt, mein Kopf dient als Eiterhöhle und daher kann ich nicht an meinem Praktikum teilnehmen, ich bin bis Mittwoch krank geschrieben, dumm. Am Donnerstag hab ich dann meine Aktivität mit einem Reflexionsgespräch. Ich bin mehr als nervös, weil ich die jetzigen Tage nutzen wollte, um alles nochmal ein wenig zu überarbeiten, das werde ich wohl jetzt irgendwie zu Hause erledigen. Das macht mir jedoch nicht so viel zu schaffen, als die Situation mit meiner Mutter. Der Arzt sagte ausdrücklich, das ich Ruhe benötige und dennoch, als ich zu Hause war, musste ich gleich wieder sauber machen. Am besten alles. Ich habe nichts gegen ein wenig Haushalt, aber sobald ich nicht zu Hause bin, arbeite oder bei Sven bin, seh ich am nächsten Tag nur noch Chaos. Gerade liest sie ständig Bücher, davor hatte sie irgendeine andere Leidenschaft, ständig hat sie irgendetwas und lässt den ganzen Haushalt liegen. Andauernd fordert sie mich auf, ich soll mein Zimmer aufräumen - kein Ding, nebenher hätte ich gerne nach einem langen Arbeitstag gerne Zeit für meine Beobachtungen und Berichte, Zeit für Sven, Zeit für Freizeit und Zeit zum Leben. Das Haus ist riesig und sie unterstützt mich nicht. Witzig ist es, das jeder der mich kennt und bei mir zu Besuch ist, erwähnt das ich kaum zu Gesicht zu bekommen bin, weil sie mich hin- und herschickt. Sobald mein Bruder Freunde einläd, muss ich auch alles wegräumen, er sieht seine Leute immer, weil ich ja alles sauber halte und er nichts macht. Ich räume ständig die Sachen hinterher und sobald ich Besuch hab, kümmer ich mich wieder um andere Sachen oder muss sauber machen. Ich hab nichts dagegen sie im Haushalt zu UNTERSTÜTZEN, aber sie bemerkt schon selber nicht mehr, was sie mit mir anstellt. Jetzt zum folgenden, Sven fragte, ob ich nicht heute bei ihm übernachten würde, bin ja krank geschrieben und da mein Vater in Amerika ist, haben wir zwei Autos. Darauf meinte sie, das ich mich ausruhen müsste, hat mir dann aber gesagt, was ich noch alles im Haushalt morgen zu erledigen hätte. Ich kauf ja auch immer ein, jeder der sie kennt, sieht sie kaum noch einkaufen und ich werde darauf angesprochen. Langsam ist mir das alles peinlich. Ich koche das Essen, ich tanz nach ihrer Pfeife, sie merkt nicht das sie mich versklavt. Sie denkt ich hätte genug Zeit, sie hat ja noch nicht einmal eine Ausbildung gemacht und weiß nicht, wie ich mich dafür reinhänge. Jeder denkt er kann sich ein Bild von mir machen, er würde mich kennen und einschätzen können. Das alles macht mich so wütend. Mein Vater hat kurz bevor er nach Amerika ist noch erwähnt, ich soll sie im Haushalt unterstützen und er selbst weiß ganz genau Bescheid, wie es momentan aussieht. Er versucht ständig die Situation schön zu reden. Schöner ist es ja auch, wenn mein Bruder etwas liegen lässt, dann liegt es rum, ich räum es ja irgendwann weg. Lass ich einmal etwas liegen, wird gleich losgemeckert. Momentan versucht sie uns beide darauf hinzuweisen und so zu tun, als wäre da irgendwo Gleichbereichtigung. Keiner außer meinem Bekanntenkreis scheint zu bemerken, was hier vor sich geht. Ich weiß das ich krank bin und mich ausruhen soll, das kann ich auch bei Sven und von ihm hab ich mich angesteckt, da wird er wohl nicht wieder den Infekt von mir zurückbekommen. Wir nehmen beide Medikamente dagegen. Der geilste Spruch war ja noch immer: "Außerdem müsst ihr auch mal ein paar Tage ohneinander aushalten." Was ist eigtl. mit der Ehe zwischen meinen Eltern? Ich mein, ok, ich führe eine Beziehung, meine Eltern eine Ehe, aber dann kam heute der Spruch. "Papa hat Heimweh." (Eher Sehnsucht nach seiner Frau.) Ich möchte gerne die Zeit mit Sven genießen. Kann sie das nicht verstehen? Falls er und ich zusammenziehen würden, kann ich mich auch nicht in Quarantäne stecken, nur weil ich krank bin? Nehmen wir mal an ich bin später verheiratet, soll ich dann zu meinem Elternhaus und dort warten, bis ich gesund bin? Dürfte ich meinen Mann dann nicht sehen? Ich weiß die Vorstellung ist ein wenig übertrieben, aber so klang es für mich. Anstatt mit mir normal darüber zu reden, schreit sie mich kindisch an, um anscheinend zu zeigen, das sie das Leittier ist. Normale Konflikte kann ich mit ihr nicht lösen, man kann nicht einmal normal mit ihr reden, sie fängt dann sofort an auszurasten, wie ein Pavian im Käfig, knallt die Türen zu und schreit. Jetzt kommt wahrscheinlich die Frage auf: "Warum ziehst du dann nicht einfach aus?" Nun, das Problem ist, das ich eine schulische Ausbildung mache, meine Eltern verdienen zu viel Geld, ich würde daher kein BaFÖG bekommen. Ich suche schon seit einer Weile an einer Lösung, aber ab morgen bring ich den Stein so richtig ins rollen. Wer auch immer mich versteht, der wünsche mir bitte einfach nur Glück und wenn ich es schaffe: Vielen Dank, das Du mir die Daumen gedrückt hast oder mir Glück gewünscht hast.

3.5.10 22:36

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